Gesine Fuchs

Kommentare zu den Lehrveranstaltungen

Die Osterweiterungen der Europäischen Union
Sommersemester 2007, Osteuropastudien Uni Basel
In der bisher größten Erweiterungsrunde sind am 1.Mai 2004 auch acht ostmitteleuropäische Staaten zur Europäischen Union gestoßen; Bulgarien und Rumänien folgten am 1. Januar 2007. Diese Transformationsstaaten haben enorme Anpassungs- und Aufholleistungen vollbracht. Sie haben Demokratien und Marktwirtschaft aufgebaut und den Gemeinsamen Besitzstand der EU übernommen. Wie haben diese Länder diesen Prozess bewältigt und welche Entwicklungen in Politik und Recht gibt es seither: sind die Staaten gleichberechtigt oder “arme Verwandte” geblieben? Wird das EU-Recht auch tatsächlich umgesetzt und durchgesetzt oder bleibt es bei “Potemkinscher Harmonisierung” in vielen Politikfeldern? Welches sind die Perspektiven und Herausforderungen für die weitere europäische Integration? Wie können das Demokratiedefizit abgebaut und die Entscheidungsprozesse transparent und effizient gestaltet werden? Abschließend sollen die Aussichten unterschiedlicher osteuropäischer Subregionen anhand von Länderbeispielen beleuchtet werden.

Das Gleichstellungsgesetz kompetent anwenden
Sommersemester 2007- Zentrum Gender Studies Uni Basel
Kann Recht sozialen Wandel in den Geschlechterverhältnissen herbeiführen? Im Kompetenzkurs gehen wir dieser Frage theoretisch und praktisch nach. Ausgehend von Grundlagen feministischer Rechtskritik lernen die TN die Ziele, Inhalte und Instrumente des Gleichstellungsgesetzes kennen und erproben die Anwendung anhand konkreter Fälle, insbesondere bei indirekter Diskriminierung und sexueller Belästigung. Besonderes Augenmerk wird auf mögliche Vorgehensweisen, Chancen und Risiken sowie der Sensibilisierung und Unterstützung von Diskriminierten gerichtet. Kernstück sind hier die Kursunterlagen der Fachstelle für Gleichstellung BL und des Gleichstellungsbüros BS. Am Beispiel der sexuellen Belästigung entwickeln die Teilnehmenden dann mit Hilfe ihrer Erfahrungen und der arbeitsteiligen Lektüre von Aufsätzen ein Empowerment-Konzept für Belästigungsopfer. Sie diskutieren abschliessend Chancen und Restriktionen des GlG. Den Kurs führe ich zusammen mit Bettina Bannwart, Advokatin vom Gleichstellungsbüro BS, durch.

BürgerIn - Recht - Staat. Die Implementation demokratischer Rechtsstaatlichkeit in Osteuropa (Sommersemester 2006, Osteuropastudien) - Mehr im Seminarplan

Politische Transformation und politische Systeme in Osteuropa
(Wintersemester 2005/06, Osteuropastudien) - Mehr im Seminarplan

Gleichstellungspolitik in der Schweiz
(Wintersemester 2005/06, Zentrum Gender Studies) Mehr im Seminarplan

Alte und Neue Frauenbewegung - alte Anliegen, neue Formen?
(Wintersemester 2004/05, Zentrum Gender Studies) - Mehr im Seminarplan

Wenn ab hier nicht anders vermerkt fanden, fanden die Seminare am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Hannover statt.

Armut, Arbeit und Geschlecht in Osteuropa Seminarplan
Blockseminar Wintersemester 2003/04.

Frauen sind oft als Verliererinnen und Opfer der Systemtransformation beschrieben worden. Auch wurde die Feminisierung der Armut in Osteuropa häufig beklagt. Doch diese Vorstellungen greifen zu kurz, da es erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern der Region gibt, Armut mehrere Dimensionen umfasst und Frauen auch Gewinnerinnen des Umbruchs sind. Wovon hängt es ab, wer arm wird, wie wohlfahrtstaatliche Institutionen zur sozialen Abfederung des Umbruchs neu zusammen gesetzt werden? In welche Richtung verändert sich die gesellschaftliche geschlechtsspezifische Arbeitsteilung? Im Seminar werden wird die Zusammenhänge zwischen Sozialpolitik, historischen und kulturellen Einflüssen sowie Richtung und Dynamik der wirtschaftlichen Transformation untersuchen und fragen, ob sich durch die Integration in die EU ein Angleichungsprozess vollzieht oder ob die Länder eigene Wege entwickeln, sozialen Zusammenhalt zu schaffen. Im Seminar werden wir hauptsächlich Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik beschreiben, vergleichen und am Ende verstehen können.
Das Seminar eignet sich besonders für Studierende der Gender Studies sowie der European Studies. Es wird erwartetet, dass die Teilnehmenden in einem bestimmten Maße zwischen den Blockveranstaltungen sich an Diskussionen über eine Mailingliste beteiligen.


Gender Mainstreaming - eine neue Zauberformel europäischer Gleichstellungspolitik? Seminarplan
Blockseminar, Sommersemester 2003

Gender Mainstreaming (GM) ist seit 1998 offizielle Querschnittsstrategie der Europäischen Union und bedeutet, in alle Politikbereiche die Perspektive der Gleichstellung der Geschlechter zu integrieren und zwar von der Planung bis zur Evaluation. Gender Mainstreaming nimmt also Geschlechterverhältnisse in den Blick. Es verspricht damit, die einseitige Orientierung der herkömmlichen Gleichstellungspolitik auf das "Defizitwesen Frau" aufzulösen und der tatsächliche Gleichstellung neuen Schub zu geben.
Warum kam es zu diesem neuen Paradigma? Wo liegen spezifische Stärken und Schwächen? Dazu werden wir die Ansätze diskutieren, die GM historisch vorangehen, wie Konzepte rechtlicher Gleichstellung, affirmative action und Geschlechterdemokratie sowie die Wurzeln des GM in der internationalen Frauenbewegung und der EU-Gleichstellungspolitik analysieren. Am Beispiel des europäischen Strukturfonds sowie der betrieblichen Praxis in Deutschland und der Schweiz werden wir herausarbeiten, was dem Gender Mainstreaming fehlt, damit es wirklich zur Zauberformel werden kann.
Zu Beginn des Seminars wird ein Reader bereitgestellt und eine Mailingliste eingerichtet.
www.gender-mainstreaming.net
www.gleichstellungs-controlling.org

Politische Partizipation von Frauen in den Beitrittsstaaten zur Europäischen Union Seminarplan
Blockseminar, Wintersemester 2002/03

Faktische Möglichkeiten zur politischen Partizipation für alle gesellschaftlichen Gruppen sind eine Demokratiefrage. Für alle Kandidatenländer bedeutet der erstrebte Beitritt zur Europäischen Union ein Bekenntnis zu einer gefestigten Demokratie, so großehistorische, kulturelle und ökonomische Unterschiede es zwischen Estland, Malta und Slowenien gibt. Wie sieht es aber mit den Partizipationsmöglichkeiten von Frauen und Männern in diesen Ländern aus? Welche Traditionen, Muster undBestimmungsgründe politische Partizipation von Frauen lassen sich hier finden und in welcher Hinsicht sind sie vergleichbar mit Forschungsergebnissen aus den EU-Staaten? Chancengleichheit von Frauen und Männern ist ein zentrales Politikziel der EU geworden.Was ist von der Erweiterung der Union für dieses Feld zu erhoffen und zu befürchten?
Im Seminar werden wir uns mit grundsätzlichen Fragestellungen der politikwissenschaftlichen Partizipationforschung befassen und davonausgehend einige Länder als Fallbeispiele näher analyiseren. Wenn unter den Teilnehmenden entsprechende Sprachkenntnisse vorhanden sind, kann die Analyse des Politikerinnen-Bildes in den Medien als Bestimmungsfaktor für politische Partizipation in den Mittelpunkt gestellt werden.

Transformation in Ostmitteleuropa - Arbeit und Arbeitsbeziehungen Seminarplan
Wintersemester 2001/02

Am Schnittpunkt von ökonomischer und sozialer Transformation der realsozialistischen Staaten steht die Veränderung des Charakters unterschiedlicher Formen der Arbeit und von Arbeitsbeziehungen. Ganze Industriezweige verschwinden, neue Berufe entstehen, das Prestige verschiedener Beschäftigungen verändert sich. Was früher unentgeltlich oder ŗprivat" produziert wurde, wird nun über Erwerbsarbeit erbracht und ungekehrt. Der wirtschaftliche Strukturwandel mit sozialen Verwerfungen und Konflikten stellt die Politik der jungen Demokratien vor große Aufgaben. Wie wird die Transformation sozial und politisch bewältigt? Im Seminar werden wir diese Frage anhand der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, von gewerkschaftlicher Organisierung und von Arbeitsmarktpolitiken zu beantworten versuchen. Das Seminar findet in Blöcken vor Weihnachten 2001 statt.

Lektürekurs: Transformation in Ostmitteleuropa Leseliste
Sommersemester 2001

Die Transformation vom Realsozialismus zur Demokratie und deren dauerhafte Sicherung sind eine der wichtigsten politischen Prozesse seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts. Mit verschiedenen theoretischen Ansätzen und unterschiedlicher Betonung des einen oder anderen Teilbereichs wird in der Wissenschaft versucht, diesen Prozess zu analysieren, ihn kritisch zu begleiten und aus Forschungsergebnissen Handlungserfordernisse abzuleiten. Die Kenntnis sowohl verschiedener Herangehensweisen als auch der Länder an sich sind die Basis für eine Weiterarbeit z.B. zur europäischen Integration oder zu sozialen Bewegungen.
In diesem Kurs wollen wir uns die Grundlagen für das Verständnis der Transformationsprozesse in Ostmitteleuropa erarbeiten. Was zeichnet eigentlich Osteuropa und das vor 1989 dort herrschende Regime aus? Wie kann der Übergang zur Demokratie am besten analysiert werden und welche Aufgaben stellen sich nach Ansicht verschiedener AutorInnen für die Gesellschaften?
Der Kurs basiert auf der kritischen Lektüre der angegebenen Literatur (sowohl Primär- als auch Sekundärtexte). In den Plenumssitzungen werden wir Fragen, Kritik und Zustimmung zu diesen Texten diskutieren.
Als Begleiter wird empfohlen: Wolfgang Merkel: Systemtransformation, Opladen: UTB Leske + Budrich 1999, 29.80 DM

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Osteuropäische Frauenbewegungen
Sommersemester 2000

Noch vor wenigen Jahren fragten sich westliche Frauenforscherinnen, warum es in Osteuropa keinen Feminismus gäbe, war in dieser Region nach dem Systemwechsel doch eine starke politische Organisierung von Frauen gegen ihre sich verschlechternde Situation zunächst ausgeblieben. Im Laufe der neunziger Jahre erstarkten dann aber Fraueninitiativen in der ganzen Region, die zunehmend über Infrastruktur verfügen und sich international vernetzen, so daß heute eher gefragt werden muß, warum, wie und mit welchen Ergebnissen sich Frauen in Osteuropa organisieren.Wir werden ausgehend von theoretischen Perspektiven zu Transformation, sozialer Mobilisierung und Geschlecht im osteuropäischen Kontext uns Fakten zu Bedingungen, Strategien und Verlauf von Mobilisierung der Frauen erarbeiten. Der erste Teil des Seminars basiert auf gemeinsamer Lektüre wichtiger Texte (meist auf Englisch). Im zweiten Teil bearbeiten wir einzelne Länder nach Interessenlage der Teilnehmenden. Dafür wird Lust und Bereitschaft zu eigener Quellenarbeit vorausgesetzt, zu der bei Bedarf angeleitet wird.

Polityzcna partycypacja kobiet w Europie (Seminarium w ramach SOKRATESa, Instytut Polityki Społecznej, Uniwersytet Warszawski), Sommersemester 2000

Równouprawnienie między kobietami i mężczyznami jest celem politcznym coraz więcej społecznie uznane. Żeby osiągnąć ten cel, kobiety muszą się zaangażować w polityce, bo inaczej nie mogą dostać ani wpływu politycznego ani władzy politycznej. Ale czy to już wystarczy? Czy żeńska obecność np. w parlamencie, już znaczy, że równouprawnienie jest zrealizowane? Czy kobiety nie należą się przystosować do męskich okoliczności, ról i "gier"? Czy te kobiety, które pokonały różne bariery na drodze do formalnej areny politycznej, mają te same szansy w tych politycznych instytucjach jak mężczyzni?
Polityczna partycypacja jest więcej niż zaangażowanie w politycznych instytucjach: Aktywność poza państwowych instytucjach, np. w organizacjach pozarządowych albo w związkach zawodowych jest niezbędne dla procesu polityki (policy-circle). Demokracja znaczy, że wszystkie grupy w społeczeństwie mają prawo i możliwość uczestniczyć w ważnych decyzjach. Interesy kobiet - co to może znaczyć, dyskutujemy w seminarium - w gremiach dominowanych przez mężczyzn nie są uznawane, są gnębione albo marginalizowane. Obecność kobiet jest potrzebnym, więc nie wystarczającym kryterium polityki na korzyść kobiet.
Pytania zasadnicze:
Gdzie kobiety są politycznie aktywne? Jak można charakteryzować ich zaangażowanie? Jakie interesy i tematy mają? Co się zmieniło w ostatnich dziesięć lat (w Polsce), a co w ostatnich 30 lat (w Europie Zachodniej)? Jaka jest kultura polityczna w danym kraju i jaki wpływ ma tę kulturę polityczną dla zaangażowanie kobiet? Jakie sukcesy można zauważyć a jakie porażki?

Transformation des Wohlfahrtsstaates im Postkommunismus - das Beispiel Polens
Wintersemester 1999/2000

Der Abschied vom Realsozialismus bedeutet nicht nur ein neues, demokratisches politisches System und eine Veränderung der Eigentumsverhältnisse, sondern er erfordert auch den Abschied vom "Paternalistischen Wohlfahrtsstaat". An welchen Modellen hat sich die Transformation der sozialen Sicherung in Polen bisher orientiert? Bildet sich ein neues wohlfahrtsstaatliches Regime heraus und worauf beruht es? Wie sind sind die Erfolge 10 Jahre nach dem Runden Tisch einzuschätzen? Wir werden Auseinandersetzungen und Lösungen in den Feldern Arbeitsmarkt, Renten- und Krankenversicherung sowie Sozialhilfe untersuchen.
Wir werden mit aktuellem Quellenmaterial arbeiten. Dazu ist das Internet eine Hilfe.

Gleichstellungspolitik in der Bundesrepublik
Wintersemester 1999/2000

Der gesellschaftlichen geschlechtshierarchischen Arbeitsteilung kommt bei der Frage nach der Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein zentraler Stellenwert zu. Erwerbsarbeit und damit eigenes Geld ist eine essentielle, wenn auch nicht hinreichende Voraussetzung für individuelle Unabhängigkeit. Welche Anstrengungen sind in der Bundesrepublik gegen die Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt unternommen worden? Unter welchen Voraussetzungen hat sich die Gleichstellungspolitik entwickelt, wie kann man sie charakterisieren und welchen Erfolg hat sie bisher gehabt?
Nach einem historischen Rückblick zur Frauenarbeit in Deutschland (mit einem geplanten Besuch im Museum der Arbeit in Hamburg) werden wir uns mit Gleichstellungspolitiken auf Bund- und Länderebene ebenso beschäftigen wie mit gewerkschaftlicher Frauen- und Tarifpolitik, konkreten Frauenförderprogrammen in Betrieben und dem Stellenwert der EU-Gleichstellungsdirektiven. Zum Ende des Seminars werden wir anhand des Erarbeiteten die Entwicklung einer wissenschaftlichen Fragestellung üben.

Weibliche politische Partizipation im europäischen Vergleich
Wintersemester 1998/99

Ungläubig starren die Studentinnen auf die Weltkarte der Inter-Parlamentarischen Union, die die Frauenanteile in nationalen Parlamenten verzeichnet. „Da ist ein Druckfehler“, behaupten sie. „Frankreich hat doch nicht nur 7% Frauen in der Nationalversammlung“. Doch! Die Frage, warum die politische Repräsentation von Frauen in der Legislative des Landes von Olympe de Gouges und Simone de Beauvoir so gering ist, wird Gegenstand dieses Seminars sein.
Was bedeutet überhaupt politische Partizipation? Warum haben Frauen so wenig Macht in politischen Gremien? Auf welche Barrieren treffen sie? Welche Strategien wenden sie zu deren Überwindung an? Und warum sind Politikerinnen in einigen europäischen Ländern erfolgreicher als in anderen?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, gibt es neben zahlreichen Buchveröffentlichungen auch sog. „Graues Material“ in der Dokumentationsstelle des Instituts. Von den Teilnehmenden wird erwartet, daß sie sich zu einer Entdeckungsreise ins „Frauenarchiv“ verführen lassen.

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Frauen im Transformationsprozeß II: Die Visegrád-Staaten im Vergleich
Sommersemester 1998

Seit fast zehn Jahren befinden sich die ostmitteleuropäischen Ländern in einem großen gesellschaftlichen Umbruch, der auch die Positionen von Frauen wesentlich verändert hat. In diesem Seminar nun wird ihre Situation in verschiedenen Ländern, nämlich Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn, miteinander verglichen, nachdem im letzten Semester Polen intensiver bearbeitet wurde. Wie steht es um die politischen, zivilen und sozialen Rechte von Frauen? Wie ist ihre Stellung auf dem Arbeitsmarkt, in der Familie und können sie über ihren eigenen Körper bestimmen? Wie lassen sich die Unterschiede in den Ländern erklären? Mit der Methode des politikwissenschaftlichen Vergleichs kann herausgearbeitet werden, in welchen Bereichen gemeinsames realsozialistisches Erbe und wo unterschiedliche historische, kulturelle und soziale Bedingungen die Stellung von Frauen bestimmen. Thesen zum Status von Frauen in Transformationsgesellschaften können auf einer vergleichenden Datengrundlage überprüft werden. Zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten der demokratischen Konsolidierung, der Lebensverhältnisse von Frauen und ihrer politischen Organisierung sollen am Ende des Seminars beurteilt werden. Das Seminar endet im Juni mit einer zweitägigen Blockveranstaltung. Dazu werden wir in AGs arbeiten. Neue Interessent/innen sind gerne gesehen.

Frauen im Transformationsprozeß am Beispiel Polens
Wintersemester 1997/98

In Polen haben in sehr kurzer Zeit weitreichende Umbrüche politischer, sozio-ökonomischer und kultureller Art stattgefunden. Im Seminar wollen wir fragen, welchen Einfluß diese Transformation auf die Stellung von Frauen hat: wie ist die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt, in der Familie, bei sozialpolitischen Maßnahmen? Welche Rolle spielt die katholische Kirche in diesem Land, in dem der Kampf um das Abtreibungsverbot zu den umstrittensten innenpolitischen Themen gehört? Neben den Gründen für diese zwiespältigen Entwicklungen werden auch Gegenbewegungen und -strategien von Frauen aufgespürt. Schließlich soll am Beispiel Polens herausgearbeitet werden, inwiefern die Stellung von Frauen ein wichtiges Kriterium für die Festigung einer Demokratie ist.

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© 2008 Gesine Fuchs | Zuletzt geändert am 01.05.2008