Forschungs- und Auftragsarbeiten (Auswahl)
Entstehung und Steuerung von schweizerischen Gleichstellungspolitiken zur Erwerbsarbeit (2011 - 2013) im Rahmen des NFP 60 (www.nfp60.ch)
In der Schweiz fehlt den vielfältigen politischen Massnahmen zur Gleichstellung im Beruf der durchschlagende Erfolg. Ziel des Projekts ist es, Grundlagenwissen zur Entstehung und zur Steuerung von Massnahmen im Bereich der beruflichen Gleichstellungspolitik in der Schweiz zu schaffen. Dazu untersuchen wir politische Maßnahmen von Bund und Kantonen, die auf die gleiche Teilhabe von Frauen und Männern an bezahlter Arbeit zielen. Das Projekt schafft Wissen über die Dynamik und über das Zusammenspiel dieser Massnahmen, damit staatliche Akteurinnen und Akteure Gleichstellungspolitiken künftig besser konzipieren und abstimmen können. In das Projekt sind vergleichende Untersuchungen in Deutschland und Österreich integriert, da die beiden Länder ähnliche Geschlechterverhältnisse wie die Schweiz aufweisen. Das Projekt ist an der Universität Zürich bei Thomas Widmer angesiedelt. Weiter gehören zum Team: Christine Zollinger, Silke Bothfeld, Sophie Rouault (Bremen) und Andrea Leitner (Wien) (Mehr)
Mit Recht zur Lohngleichheit? Die diskursive und juristische Mobilisierung des Rechts durch soziale Bewegungen in Europa, 1996-2006. Mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds. Vgl. Projekt-Webseite.
Das Volk vertreten. Studie zur politischen Repräsentation in Baselland aus einer Geschlechterperspektive (Auftrag Fachstelle für Gleichstellung BL, 2007)
Machbarkeitsstudie für ein Gleichstellungs-Controlling in der kantonalen Verwaltung Basel-Landschaft (Auftrag Fachstelle für Gleichstellung BL, 2005)
Elternschaftsregelungen von Kantonen, Bundesverwaltung und Städten im Vergleich (Auftrag der Schweizerischen Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten, 2004).
Die meisten öffentlichen Verwaltungen verfügen im Gegensatz zur Privatwirtschaft über gute Arbeitsbedingungen für Mütter und Väter. Sie ermöglichen Eltern die Verbindung von Erwerbsarbeit und Familie und tragen so zur Gleichstellung der Geschlechter bei. Es gibt aber auch grosse Unterschiede zwischen den untersuchten Verwaltungen. Es wurden die Elternschaftsregelungen in 31 öffentlichen Verwaltungen vor der Einführung des Erwerbsersatzes bei Mutterschaft untersucht. Ein aufgrund der konkreten Regelungen neu entwickelter so genannter Familienfreundlichkeitsindex (FFI) ermöglicht den direkten Vergleich der untersuchten ArbeitgeberInnen. Verwaltungen in der französischen und italienischen Schweiz sind familienfreundlicher als in der Deutschschweiz. Studie auf Deutsch. Französisch - Italienisch
Politische Partizipation von Frauen in den Beitrittsstaaten zur Europäischen Union (2001/02)
Zusammen mit Prof. Dr. Beate Hoecker wurden in diesem Projekt Beiträge von Autorinnen vornehmlich aus den neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie aus Bulgarien, Rumänien und der Türkei zusammengetragen, die eine einheitliche Bestandsaufnahme zur institutionellen politischen Partizipation von Frauen in ihren Ländern leisten. Die Beiträge belegen, dass Frauen als politische Akteurinnen stark unterrepräsentiert sind und analysieren die Gründe hierfür im Kontext sozialstruktureller, institutioneller und politisch-kultureller Einflussfaktoren. Zugleich werden die in jüngster Zeit vermehrt gestellten Forderungen nach einer stärkeren politischen Teilnahme wie Teilhabe von Frauen aufgezeigt.
Trotz positiver Wirkungen der Europäischen Union vor allem auf die rechtliche Gleichstellung von Frauen in den Beitrittsländern bleibt die Herausforderung bestehen, auch in politischen Entscheidungsprozessen ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in der EU der 25 herzustellen.
Buchpublikation: Hoecker, Beate / Fuchs, Gesine (Hrsg.): Handbuch Politische Partizipation von Frauen in Europa. Band II: Die Beitrittsstaaten. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2004. 310 S.
Polnische Frauenorganisationen in der Demokratisierung - Strategien und Erfolgsfaktoren (1997-2001)
Welche konkreten Beiträge die Zivilgesellschaft zu den sozialen und politischen Prozessen der demokratischen Konsolidierung in Osteuropa leisten kann, wurde bisher kaum untersucht. Diese erste umfassende Studie zu ostmitteleuropäischen Frauenbewegungen der neunziger Jahre zeigt, wie sich eine soziale Gruppe eine Organisationsbasis beschafft, Interessen formuliert und verfolgt. Hervorstechend an den Strategien ist die Propagierung des Rechts, das strategische Framing des Rechts für politische Forderungen sowie die dialektische Verknüpfung praktischer und strategischer Interessen in der Basisarbeit der Organisationen. Zusammen mit der Kontrolle staatlichen Handelns, offensiver Information sowie der Diskussion neuer Frauenidentitäten tragen sie wesentlich zur Stärkung individueller und kollektiver Handlungsfähigkeit und damit zur Demokratisierung Polens bei.
Abstract
Buchpublikation: Fuchs, Gesine: Die Zivilgesellschaft mitgestalten. Polnische Frauenorganisationen im Demokratisierungsprozess, Frankfurt/M., Campus 2003 (Reihe "Politik der Geschlechterverhältnisse 21").
Verbleibstudie ehemaliger StipendiatInnen der GFPS - Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (1996)
Ziel der schriftlichen Befragung aller ehemaligen StipendiatInnen war es, Aufschluss über die Langzeitwirkungen der Arbeit zu gewinnen. Was bewirkte der Aufenthalt in Deutschland für polnische StipendiatInnen aus deren eigener Sicht, und zwar hinsichtlich ihrer Erfahrungen, Hoffnungen, ihrer Einstellungen und hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Tätigkeit? Kurzfassung - Mehr: GFPS
Frauen im Parlament - eine vergleichende Untersuchung über die Partizipation von Politikerinnen im Landrat des Kantons Basel-Landschaft. (1995/6)
Um die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu erreichen, ist politisches Engagement und politische Macht von Frauen nötig. Führt ihre Präsenz in der Legislative auch zu mehr Einfluss? Die Studie vergleicht Parlamentarierinnen und Parlamentarier des Landrats von Baselland bezüglich ihrer Wahlchancen, ihres Erfolgs der politischen Arbeit und ihres Selbstverständnisses. Die Studie basiert auf Auswertungen politischer Vorstöße, qualitativen und quantitativen Befragungen von Abgeordneten sowie einer Analyse der Wahlen von 1995. Während die Wahlchancen von Kandidatinnen insbesondere bei bürgerlichen Parteien schlechter waren, gab es hinsichtlich konkreter politischer Arbeit vor allem Partei-Unterschiede; typisch weibliche Politikfelder waren nicht auszumachen, allerdings hatten Frauen größere Schwierigkeiten, in männliche konnotierte Kommissionen vorzustoßen. Frauen ins Parlament zu wählen, ist ein taugliches Mittel, um die Umsetzung der Gleichberechtigung voranzutreiben. Doch verhindern unterschwellig vorhandene Vorurteile einen wirklichen Ausgleich der Verhältnisse. Genaueres
Buchpublikation: Fuchs, Gesine: Frauen im Parlament - eine vergleichende Untersuchung über die Partizipation von Politikerinnen im Landrat des Kantons Basel-Landschaft (Reihe Recht und Politik Band 14), Liestal 1996. 196 S.
© 2008 Gesine Fuchs | Zuletzt geändert am